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10 Monate

„Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurück gelassen hat.“

und ständig entdecke ich neue Spuren, Erinnerungen an Ereignisse und deine Eigenschaften, die mich wieder ein Stück wissen lassen, dass du nicht vergessen bist, nicht solange du in meinem Herzen bist und deine Fußspuren noch nicht von den Wellen des Alltags und der Zeit fortgeschwemmt wurden…

da ist die Erinnerung an deine rauhen, von schwerer Arbeit gezeichneten, Hände, die mich in meiner Kindheit so sicher geführt haben.

da ist die Erinnerung daran, dass ich auf deinen Schultern sitzen durfte, wenn ich es nicht mehr schaffte weiter zu gehen.

da ist die Erinnerung, an unser gemeinsames Lachen.

die Erinnerung, wie du mich ausgeschimpft hast.

die Erinnerung, wie du mir bei den Hausaufgaben geholfen hast, so gut du es konntest.

deine Geschichten über die alten Ägypter, die ich fast als einzige interessant fand.

die Vorträge über die lateinischen Blumennamen, die ich ausgesprochen uninteressant fand, weil ich doch nur wissen wollte, wie sie auf deutsch heißt.

deine Kenntnis über alle möglichen Tierarten und dein Vermögen sie sofort und ohne Vorlage zeichnen zu können.

deine Geduld, deine Güte, dein unerschütterlicher Glaube an eine göttliche Macht.

ich vermisse so vieles, was ich einst so unwichtig, gar störend fand, ich vermisse es, weil es ein Teil von dir war. vermissen heißt lieben und wer liebt, der kann nicht vergessen. du bleibst in meinem Herzen…

bäh!


genau so ein Gesicht mache ich, wenn ich meine Hustentropfen einnehme (den furchtbaren Geschmack kann man mit nichts überdecken…)
meine Mutter bringt dann immer die Sprüche: „Medizin soll ja auch nicht schmecken, sie soll helfen.“ und „je schlimmer es schmeckt, desto besser hilft es.“ und dann wird über meine Schnute gelacht, tze.
ist klar, sie muss es ja auch nicht runterwürgenschlucken. ich bin ja so ein Weichei, aber das Zeug ist sowas von bäh!…^^

belegtes Zäpfchen

findet ihr diese Wortwahl auch so verwirrend?
klingt ein bisschen wie „belegtes Brötchen“ oder?^^
naja ich war heute beim Arzt, weil ich dieses Kratzen im Hals langsam echt nervig und seltsam fand, nachdem die Erkältung ja nun auskuriert war. nunja, ein kurzer Blick in meinen Hals brachte die Diagnose „belegtes Zäpfchen“, also ein Virus an diesem Ding, was da hinter dem Gaumen hängt auch Uvula genannt. zuerst wusste ich allerdings nicht, warum ich ein Zäpfchen bekommen sollte, nachdem sie mir in den Hals schaut…^^
es wurden noch schnell die, wie sich rausstelle relativ gesunde, Lunge abgehört, also lediglich die Halsentzündung. Lutschpastillen und Hustenblocker zum Abklingen der Entzündung bzw. gegen den Reizhusten verschrieben bekommen (Antibiotika wollte ich nicht und kann ich immer noch nehmen, falls es nicht besser wird).
so und für morgen bin ich krank geschrieben. finde ich jetzt nicht so toll und wollte ich auch nicht, aber meine Ärztin war unnachgiebig und meinte ich soll meine Stimme schonen und mich ein bisschen erholen. naja, das Problem ist, dass dann morgen mit mir 2 Praktikantinnen nicht da sind und eine Erzieherin in meiner Gruppe (die, die ich am sympatischsten und am besten für die Kinder finde) nicht da sind, also nicht so toll. und ich hoffe mir wird das nicht irgendwie nachgetragen (so blöd das klingt, weil ja krankheitshalber), aber mit meiner Anleiterin komme ich nicht so ganz gut klar…

Inkonsequenz auf dem Absatz

meine lieben Erzieherinnen-Kolleginnen meiner KiTa:
es gibt ja die Regel bei uns dort, dass alle Kinder Hausschuhe tragen müssen. ist ja auch logisch, weil die Straßenschuhe dreckig sind und das besonders jetzt im Herbst. deshalb ziehe auch ich Hausschuhe an, so schöne warme, weil ich sonst kalte Füße habe und den ganzen Tag Straßenschuhe macht Stinkefüße.
also warum, meine lieben Kolleginnen, schafft IHR es nicht eure Stiefel mit Absatz (was bestimmt nicht toll für den Linoleumboden ist und mir zum den ganzen Tag damit ‘rumrennen auch nicht so bequem scheint) vor der Gruppenraumtür abzustreifen und in vernünftige Hausschuhe zu schlüpfen. ICH schaffe das ja schließlich auch und ich stelle keine Regel auf, die ich selbst nicht einhalte, schließlich bin ich doch auch ein kleines Stück Vorbild für die Kinder denke ich mal (und vielleicht ja auch für die werte Kolleginnenschaft)..!
so, das musste ich einfach mal loswerden…

warum so schweigsam?

heute wurde ich bei twitter per DM gefragt, warum ich noch nichts zum creative-blog-award geschrieben habe, den ich vom Engelchen bekommen habe und auch warum ich generell so wenig schreibe im Moment, sowohl im Blog hier als auch als Kommentare in anderen Blogs.
also warum habe ich den award nicht gebührend angenommen und weitergegeben?
ich fühle mich ehrlich gesagt ein bisschen unwohl dabei diesen award anzunehmen. ich selbst finde mich nicht kreativ, jedenfalls nicht in dem Sinne dieses awards. ich mache nicht wirklich tolle Fotos, ich schreibe (nicht mehr) interessante Blogeinträge (was man ja auch an den geringen Besucherzahlen und Kommentaren dieses Blogs sehen kann). ich kann so gut wie nicht stricken oder kochen. backen geht einigermaßen, mache ich aber auch selten. ich kann keine tolle Marmelade herstellen, Taschen oder Kleidung nähen oder sonst was interessantes und vor allem kreatives. ich für mich denke, dass ich das noch lernen kann, aber im Moment einfach nicht diesen „Titel“ Kreativblogger nicht für mich beanspruchen kann und darf, denn dann, so denke ich, würde ich den Wert dieses awards doch sehr mindern.
warum schreibe ich denn so wenig im Moment?
ganz ehrlich: ich weiß es auch nicht. und selbst für Fotos kann ich mich nicht so recht aufraffen. ich bin kaputt momentan, lustlos und auch ein bisschen krank. ich erlebe zwar hin und wieder was, aber erwähnenswert finde ich das nun nicht gerade und diesen Blog hier mit Bla-bla-Posts zuzupacken möchte ich nicht.
und warum kommentiere ich nicht wenigstens in anderen Blogs?
hmm, in den sogenannten „Windelblogs“ kann ich schlecht mitreden. einfach weil mir die Erfahrung fehlt um meine jetzige Meinung vertreten zu können. theoretisches Wissen ist in der Praxis manchmal unrealisierbar das weiß ich. dann gibt es da Post, die ein Thema haben, bei dem ich auch schwer mitreden kann, meistens auch aus Mangel an Erfahrung. und dann gibt es da Beiträge, in denen bei den Kommentaren nun einfach schon alles gesagt wurde und ich mir ein bisschen blöd vorkäme, da noch mein „^^“, „ich schließe mich meinen Vorrednern an“ oder „das ist ja schön/blöd“ drunter zu setzen. und so denke ich mir einfach auch oft meinen Teil. das ich nicht kommentiere heißt also nicht, dass ich die Blogs nicht lese oder einen Eintrag uninteressant finde.
so, jetzt wisst ihr was (unter anderem) so in meinem Kopf herumschwirrt. ich hoffe ihr könnt mich ein bisschen verstehen…

Herbstbilder

momentan etwas überladen mit Bildern ist dieses Blöglein, aber nun ja, ist doch auch mal entspannend für die werte Leser-… ähm Betrachterschaft. irgendwie habe ich Hemmungen Schmuddelwetter-Herbstbilder zu machen…
nun denn voilà:
am WallWallbrücke
BlätterbodenBächlein

Happy Samhain!

Halloween

Halloween

Herbst

Morgenhimmel

früher wurde mir erzählt, dass der Himmel rot ist, weil die Engel backen^^

Herbstbaum

erst wenn die Blätter so aussehen, fängt für mich der Herbst an

Herbst-Fotoprojekt

von der lieben Fiona wurde ein neues Fotoprojekt ins Leben gerufen. hoffentlich schaffe ich es diesmal ein paar mehr Fotos zu machen^^. es geht um Herbstfotos- egal ob Sonnenschein, Regen oder sonstwas- hauptsache herbstlich. und weil ich mir vor kurzem ein Gedicht erdacht habe und heute ein bisschen die Sonne schien, habe ich das mal schnell hier verewigt. ich hoffe es gefällt…

Kastanie im Herbst

ein kurzer Sonnen-Augenblick zwischen Kastanienblättern

                 Herbstsonne

Kalter Wind durch kahle Äste,
alle Blätter fallen nun.
Dunkle Wolken zieh’n vorüber,
kalte Schauer durch das Land.
Sanfte Strahlen auf der Haut
wärmen zwischen Regenschauern;
dunkle Wolken sind verwandelt
in ein weiches violett.
Auch die tiefsten Seelenschmerzen
sind vergessen und ersetzt
durch ein Sonnen-Seelenstreicheln
- für einen kurzen Augenblick.

Herzstiche

seit einiger Zeit habe ich Herzstiche. für einen Moment fühlt es sich an, als ob mein Herz zusammengequetscht und so am Schlagen gehindert wird.
es mag sein, dass das medizinische Gründe haben kann, aber das glaube ich nicht.
vielmehr glaube ich gestern beim Engelchen eine Erklärung gefunden dafür zu haben.

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.

Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: „Nun, Dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines.“ Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken… genauer… an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten.

Die Leute starrten ihn an. Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie? Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: „Du musst scherzen“, sagte er, „Dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und Deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen.“ „Ja“, sagte der alte Mann, „Deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit Dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt.

Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige rauhe Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde….und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden.
Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?“

Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte.

Der Junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen weg, Seite an Seite. Narben auf dem Körper bedeuten, daß man gelebt hat…

Narben auf der Seele bedeuten, dass man geliebt hat.

(Verfasser Unbekannt)

wenn jemand geht, dem ein großes Stück meines Herzens gehörte, dann muss das zwangsläufig schmerzen. dieses Loch aufzufüllen wird lange brauchen, wahrscheinlich wird aber immer eine große Narbe bleiben.
vielleicht war die Wärme, die ich anfangs gepürt habe, einfach der brennende Schmerz deswegen, weil mein Herzstück mit dir fortgegangen ist…

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